DVD: Pan’s Labyrinth

Nach all den Lobeshymnen und Preisen die der Film erhielt, gab es letzte Woche Mittwoch den Streifen von Guillermo Del Toro, dessen Hellboy mir schon damals sehr gut gefallen hat. Um es vorwegzunehmen, nein ich kann die ganze Aufregung um den Streifen nicht verstehen. Nein es ist kein schlechter Film, beileibe nicht, aber so ein Hype der um diesen Film gemacht wurde ist mir persönlich nicht verständlich.

Pans Labyrinth Monster

Der Anfang ist zäh, die Geschichte plätschert langsam und unaufgeregt daher. Jedoch reißt es einem nach gut einer viertel Stunde abrupt aus dem Sitz. Völlig unvorbereitet klatscht man einem eine unnötig brutale Szene vor den Latz das mir im Magen ganz unwohl wurde. Nicht das dies der Zeitpunkt wäre um jetzt etwas aufzudrehen, nein es dauerte gute 40 Minuten bis der Plot langsam in Schwung kam und begann interessant zu werden.
Wirklich toll ist die Ausstattung des Filmes, die Kostüme der “Monster” sind eine Augenweide, skurril und bizarr dazu. Das Design zieht einen förmlich in die Welt der kleinen Ofelia, die trotz ihres recht spärlichen Dialogs, eine gute Performance abliefert. Ein schauriges Märchen, im wahrsten Sinne des Wortes. Gewalt im Übermaß, nicht in der Häufigkeit, aber in der Darstellung die in meinen Augen völlig übertrieben und offensiv daher kommt. Eine Berechtigung dafür erschließt sich mir aus dem Film nicht. Dazu kommen einige Ungereimtheiten im Drehbuch, ein seltsames Setting und einige Erklärungen die mir der Film schuldig blieb. Nebenplots die kaum erklärt wurden, warum, weshalb, wieso… da fehlte mir eine Menge. Der Score jedoch passt perfekt, wunderbare Melodien die Javier Navarrete da zu Papier gebracht hat.

Das Ende versöhnte mich mit dem Film ein wenig, jedoch blieb bei mir ein etwas trockener Nachgeschmack. Ja es ist ein zeitloses Fantasy Märchen, eine tolle Ausstattung, ein fantastischer Score und eine interessante Geschichte, aber die filmische Umsetzung, die Nebengeschichte und die übertriebene Gewalt… ich wurde mit dem Film nicht warm. Vielleicht hatte ich nach all den Lobpreisungen zu hohe Erwartungen, aber diese erfüllte Pan’s Labyrinth leider nicht.

6,5 / 10 Punkte

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